Stromverbrauch 1 Person 60 qm – Rechner und Übersicht

Thor Marquardt
Zuletzt aktualisiert:
25.6.2026

Der jährliche Stromverbrauch einer Person in einer 60 qm Wohnung liegt durchschnittlich bei etwa 1.800 kWh. Der tatsächliche Verbrauch kann je nach Lebensstil und Gewohnheiten jedoch deutlich höher oder niedriger ausfallen.

Mit unserem Stromrechner für eine Person auf 60 qm berechnen Sie Ihren individuellen Stromverbrauch. Im Tarifcheck können Sie anschließend Ihre Stromkosten ermitteln.

Außerdem erfahren Sie, welcher Stromverbrauch bei einer Person auf 60 qm als normal gilt, wie er berechnet wird und wie Sie Ihren Stromverbrauch senken können.

Hinweis: Um nun Ihre Stromkosten zu ermitteln, die bei diesem Verbrauch anfallen, nutzen Sie den Tarifcheck.

Zum Tarifcheck

Wie wurde das Ergebnis ermittelt?

Icon Fragezeichen

Der Bund der Energieverbraucher hat vor einigen Jahren eine allgemeingültige Formel veröffentlicht, die den Stromverbrauch sämtlicher Haushalte ermitteln soll. Die Formel gilt für alle Haushaltsgrößen und sowohl für Wohnungen als auch für Häuser. Somit ist die Formel recht ungenau.

Die Formel lautet:

Stromverbrauch = Personenzahl * 200 kWh + Wohnfläche in qm * 9 kWh + Anzahl Haushaltsgeräte * 200 kWh

Wir haben diese Formel als Grundlage verwendet, sie jedoch noch grundlegend angepasst.

Eine 60 qm Wohnung lässt sich beispielsweise nicht mit einem Einfamilienhaus vergleichen. Einfamilienhäuser haben nämlich einen deutlich höheren Stromverbrauch als Wohnungen, da sie unter anderem noch über Außenbeleuchtungen, Garagen, Carports und Gartengeräte verfügen.

Ein weiterer Grund für die Ungenauigkeit ist die einfache Multiplikation jedes Geräts mit 200 kWh. Diese wird natürlich vorgenommen, um schnell und mit wenig Aufwand ein Ergebnis zu bekommen.

In der Realität verbrauchen aber nur Großgeräte (Waschmaschine, Kühlschrank, Fernseher etc.) so viel Strom. Selbst eine Spülmaschine verbraucht in kleinen Haushalten nur 60 kWh pro Jahr und Laptops erreichen je nach Modell und Nutzung nur 50 bis 100 kWh.

Aus dem Grund haben wir die Formel auch hier angepasst. Unsere Berechnung legt den Geräten genauere Verbrauchsdaten zugrunde und ist speziell auf 60 qm Wohnfläche ausgerichtet.

Tipp:

Wussten Sie, dass über 80 % aller deutschen Haushalte mehr für ihren Strom zahlen als nötig? Viele bleiben jahrelang im gleichen Tarif – oft sogar in der teuren Grundversorgung – obwohl ein einfacher Anbieterwechsel mehrere hundert Euro pro Jahr einsparen kann.

Gerade deshalb ist es so wichtig, den eigenen Verbrauch möglichst realistisch zu kennen. Nur mit einem halbwegs genauen Wert zeigt ein Tarifvergleich, welche Preise für Ihren tatsächlichen Bedarf gelten und ob Ihr aktueller Anbieter noch konkurrenzfähig ist.

Regionale Unterschiede, Laufzeiten und Bonusmodelle können die Kosten stark beeinflussen.

Ein kurzer, unevrbindlicher Vergleich zeigt Ihnen sofort, ob Ihr aktueller Tarif noch fair ist oder ob Sie unnötig Geld verschenken.

Was bedeutet die Multiplikation der Wohnfläche mit 9 kWh?

Icon Taschenrechner

Die Grundformel nimmt an, dass der Stromverbrauch mit der Wohnfläche steigt. Denn je größer die Wohnung, desto mehr Elektrogeräte gibt es insgesamt und desto mehr Lampen werden genutzt.

Bei elektrischen Heizungen (Infrarotheizung, Wärmepumpe etc.) gilt dies umso mehr. Ein großer Wohnraum verursacht viel höhere Stromkosten als ein kleiner. Und selbst ein Staubsauger ist bei größeren Wohnungen länger in Betrieb, weil mehr Fläche gesaugt werden muss.

Die 9 kWh pro qm haben sich über die Jahre als guter Durchschnittswert etabliert, um den Verbrauch der ganzen kleinen Elektrogeräte zusammenzufassen.

In einer 60 qm Wohnung gibt es meistens mehr Geräte als in kleineren Wohnungen. Oft gibt es eine gut ausgestattete Küche, einen großen Fernseher und oft viel mehr Beleuchtung und Haushaltsgeräte.

Manchmal gibt es sogar einen größeren Kühlschrank, eine große Gefriertruhe usw. Deshalb spielt die Wohnfläche in der Berechnung schon eine wichtige Rolle.

Die Zeit, die Sie zu Hause verbringen

Icon Haus

Wir fragen deshalb nach der Zeit, die Sie außerhalb verbringen, weil darin Ihre Gewohnheiten widergespiegelt werden.

Menschen, die viel zu Hause sind, nutzen in der Regel ihre Haushaltsgeräte länger. Denn jemand, der den ganzen Tag zu Hause verbringt, macht erfahrungsgemäß entweder Home-Office und arbeitet am Computer oder kocht, backt, saugt, schaut fern, hört Radio usw.

Bei Menschen, die fast nie Zeit zu Hause sind, wird natürlich trotzdem Strom verbraucht (Gefrierschrank, WLAN, Geräte auf Stand-by etc.). Allerdings nur in einer begrenzten Menge, da viele Großgeräte gar nicht erst benutzt werden.

Aus diesem Grund haben wir auch die Zeit zu Hause in der Berechnung berücksichtigt.

Tipp:

Je höher Ihr Stromverbrauch ausfällt, desto wichtiger ist es, Ihre Kosten gezielt zu optimieren. Zwei Maßnahmen ergänzen sich dabei ideal:

Ein Tarifcheck zeigt, ob Sie aktuell mehr zahlen als nötig, und ein Balkonkraftwerk kann bereits 10 bis 30 % Ihres Jahresverbrauchs abdecken – je nach Ausrichtung und Nutzung.

Die Kombination aus günstigerem Tarif und eigener Solarproduktion senkt Ihre Stromkosten sofort und macht Sie langfristig unabhängiger vom Netzstrom.

Hier finden Sie die aktuell besten Balkonkraftwerke von seriösen und empfohlenen Anbietern:

Balkonkraftwerke Test und Vergleich: Das sind die Testsieger

Welcher Stromverbrauch ist bei 60 qm normal?

Icon einer Person mit 60 qm und Fragezeichen

Bei 1-Personenhaushalten mit 60 qm Wohnfläche werden durchschnittlich 1.800 kWh Strom pro Jahr verbraucht. Wenn Sie aber weder backen noch kochen, wenig fernsehen, selten Wäsche waschen oder ganz einfach kaum zu Hause sind, kann Ihr Stromverbrauch weit geringer ausfallen (z. B. 1.200 kWh).

Sind Sie jedoch oft Zeit zu Hause und nutzen Ihre Haushaltsgeräte intensiv, dann kann Ihr jährlicher Stromverbrauch sogar über 2.500 kWh betragen. Bei einer Klimaanlage oder einem Durchlauferhitzer kommen ebenfalls noch jeweils 500–700 kWh jährlich hinzu.

Sie sehen: Die Spanne fällt wirklich extrem groß aus. Die wichtigsten Faktoren sind dabei aber nicht die Wohnungsgröße, sondern vielmehr Ihr Lebensstil und Ihre Gewohnheiten.

Die besten Tarife im Check: Stromangebote vergleichen

Tipps zum Stromsparen

Icon Daumen hoch

In einer 60 qm Wohnung gibt es ganz andere Stromspartipps als bei einem Einfamilienhaus. Natürlich sollten Sie nach wie vor das Licht ausschalten, wenn Sie den Raum verlassen oder die Spülmaschine nur im vollen Zustand anschalten.

Aber die wirklich großen Hebel liegen woanders.

Personen im Single-Haushalt haben einen deutlichen höheren Stromverbrauch pro Person als Menschen in einer WG. Das liegt daran, dass große Stromfresser wie der Fernseher, der Ofen oder der Herd nur für eine Person angeschaltet werden.

Bei mehreren Personen wird der Stromverbrauch jedoch aufgeteilt. Oft kocht nämlich nur eine Person für alle oder alle schauen gemeinsam einen Film.

So sparen Sie Strom

Kochvorgänge bündeln

Wenn Sie täglich mehrmals kochen und dabei mehrere Herdplatten oder den Backofen nutzen, steigt Ihr Stromverbrauch deutlich. Bereiten Sie deshalb möglichst größere Mengen auf einmal zu und kochen Sie für mehrere Tage vor. So müssen Herd und Backofen seltener eingeschaltet werden.

Gemeinsam kochen

Kochen Sie häufiger gemeinsam mit Freunden oder der Familie. Wenn abwechselnd in verschiedenen Haushalten gekocht wird, verteilt sich der Stromverbrauch auf mehrere Personen und jeder Haushalt spart Energie.

Mikrowelle zum Aufwärmen nutzen

Die Mikrowelle ist beim Erwärmen von Speisen deutlich effizienter als Herd oder Backofen. Wenn Sie größere Mengen vorkochen und diese an den Folgetagen nur kurz in der Mikrowelle erhitzen, können Sie Ihren Stromverbrauch spürbar reduzieren.

Fernsehen gemeinsam genießen

Auch beim Fernsehen lässt sich Strom sparen. Laden Sie Freunde zum Filmabend oder Sportschauen ein und besuchen Sie dafür an anderen Tagen deren Zuhause. So laufen insgesamt weniger Fernseher und der Stromverbrauch sinkt.

Stand-by-Verbrauch vermeiden

Viele Elektrogeräte verbrauchen auch im Stand-by-Modus weiterhin Strom. Dazu gehören unter anderem Fernseher, Radios, Drucker und Kaffeemaschinen. Dieser versteckte Verbrauch kann bis zu 10 % Ihres gesamten Stromverbrauchs ausmachen. Schalten Sie die Geräte nach der Nutzung vollständig aus oder ziehen Sie den Stecker.

Mehrfachsteckdose mit Schalter verwenden

Besonders praktisch ist eine Mehrfachsteckdose mit Ein- und Ausschalter. Damit können Sie mehrere Geräte gleichzeitig mit nur einem Knopfdruck vollständig vom Stromnetz trennen und unnötigen Stand-by-Verbrauch vermeiden.

Energieeffiziente Kühlgeräte verwenden

Achten Sie darauf, dass Ihr Kühl- und Gefrierschrank eine möglichst hohe Energieeffizienzklasse besitzt. Alte und ineffiziente Geräte gehören zu den größten Stromverbrauchern im Haushalt und verursachen häufig deutlich höhere Stromkosten als moderne Modelle.

Übrigens:

Die optimale Betriebstemperatur eines Kühlschranks liegt bei 7° Celsius. Jedes Grad weniger erhöht Ihren Stromverbrauch um etwa 10 % und sorgt auch dafür, dass sich die Butter nicht mehr streichen lässt.

Ihre Gefriertruhe stellen Sie am besten nicht kälter als -17° C ein. Denn dies bietet bei der Haltbarkeit keine weiteren Vorteile und wäre nur eine Stromverschwendung.

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