Stromverbrauch 1 Person 70 qm – Rechner und Übersicht

Thor Marquardt
Zuletzt aktualisiert:
15.1.2023

Der jährliche Stromverbrauch einer Person mit 70 qm Wohnfläche liegt bei etwa 1.700–2.000 kWh. Zumindest laut Statistik. In Wirklichkeit kann der Verbrauch deutlich höher oder niedriger ausfallen. Denn der tatsächliche Verbrauch wird primär vom Lebensstil und den individuellen Gewohnheiten bestimmt.

Berechnen Sie hier mit unserem Strom-Rechner Ihren individuellen Stromverbrauch. Im Tarifcheck können Sie anschließend Ihre dazugehörigen Stromkosten ermitteln.

In diesem Artikel erfahren Sie, welcher Verbrauch bei einer Person und 70 qm Wohnfläche normal ist, wie der Stromverbrauch genau ermittelt wird und viele wichtige Stromspartipps für Ihre Wohnung.

Hinweis: Um nun Ihre individuellen Stromkosten zu ermitteln, machen Sie den Tarifcheck.

Zum Tarifcheck

Wie wurde das Ergebnis berechnet?

Wir haben uns für die Berechnung an einer allgemeinen Formel orientiert, diese aber maßgeblich angepasst.

Bei der Grundformel handelt es sich um die Stromformel des Bunds der Energieverbraucher. Die Formel gilt für alle Haushaltsgrößen und sowohl für Wohnungen als auch für Häuser. Somit ist die Formel in ihrer Grundform erstmal recht ungenau.

Stromverbrauch = Personenzahl * 200 kWh + Wohnfläche in qm * 9 kWh + Anzahl Haushaltsgeräte * 200 kWh

Wie genau haben wir die Formal angepasst – und warum?

Zu aller erst lässt sich eine Wohnung nicht mit einem Einfamilienhaus vergleichen. Wohnungen haben einen deutlich geringeren Stromverbrauch als Häuser, weil es Verbraucher wie Garagen, Carports, Gartengeräte und Außenbeleuchtungen nicht gibt.

Ein weitere Ungenauigkeit ist die einfache Multiplikation jedes Geräts mit 200 kWh. Dies wird natürlich gemacht, um schnell auf ein Ergebnis zu kommen. In Wirklichkeit verbrauchen aber die allermeisten Geräte weniger als 200 kWh pro Jahr. Eine Spülmaschine verbraucht in kleinen Haushalten zum Beispiel nur 60 kWh pro Jahr und Laptops verbrauchen je nach Modell und Nutzung etwa 50 bis 100 kWh im Jahr.

Großgeräte wie Wäschetrockner, Waschmaschinen und Kühlschränke verbrauchen oft etwa 200 kWh oder mehr im Jahr. Diese haben wir in der Berechnung also gesondert berücksichtigt.

Welche Rolle spielt die Wohnfläche?

Die Grundformel multipliziert die jeweilige Wohnfläche mit 9 kWh. Die 9 kWh pro qm haben sich über die Jahre als guter Durchschnittswert etabliert, um den Verbrauch der ganzen kleinen Elektrogeräte zusammenzufassen.

Je größer die Wohnfläche, desto mehr Elektrogeräte gibt es insgesamt und desto mehr Beleuchtung ist zum Beispiel im Einsatz. Vor allem der Verbrauch von Elektro-Heizungen steigt mit der Wohnfläche im direkten Verhältnis an.

In einer 70 qm Wohnung gibt es in der Regel weniger Geräte als im Einfamilienhaus. Oft gibt es eine gut ausgestattete Küche, einen großen Fernseher und noch ein paar andere Gadgets. Doch an den Verbrauch eines 120 qm Hauses kommen die Wohnung bei weitem nicht ran.

Große Häuser haben oft größere Gefriertruhen, Kühlschränke (oder sogar gleich mehrere) sowie mehrere Fernseher und Computer. Alleine der Hausputz inkl. Saugen dauert doppelt oder dreimal so lang wie in einer 70 qm Wohnung.

Daher spielt die Wohnfläche in der Berechnung schon eine Rolle.

Wie viel Zeit verbringen Sie zu Hause?

Je mehr Zeit Sie außerhalb verbringen, desto weniger Gelegenheit haben Sie, Ihre ganzen Geräte zu nutzen. Das ist zumindest unsere Grundannahme in der Berechnung.

Jemand, der den ganzen Tag zu Hause verbringt, macht meistens Home-Office am Computer oder kocht, backt, saugt, oder schaut fern.

Personen, die fast nur außerhalb sind, verbrauchen zwar durch die passiven Verbraucher immer noch Strom. Vor allem die Geräte auf Standby oder ein Kühlschrank sind klassische Beispiele für Passiv-Verbraucher. Doch diese Strommenge fällt im Vergleich zur aktiven Nutzung von Großgeräten kaum ins Gewicht.

Deshalb haben wir auch Ihre Zeit zu Hause in der Berechnung berücksichtigt.

Icon einer Person mit 70 qm und Fragezeichen

Welcher Stromverbrauch ist bei 70 qm normal?

1-Personenhaushalte mit 70 qm Wohnfläche verbrauchen jährlich etwa 1.700–2.000 kWh Strom. Wenn Sie aber kaum zuHhause sind und kaum backen, kochen oder fernsehen, kann Ihr Stromverbrauch auch deutlich geringer ausfallen (z. B. 1.200 kWh).

Wenn Sie jedoch jeden Tag in der Küche die wunderbarsten Gerichte zaubern und Ihre Haushaltsgeräte intensiv nutzen, dann kann Ihr jährlicher Stromverbrauch sogar deutlich über 2.500 kWh betragen. Nutzen Sie eine Klimaanlage oder einen Durchlauferhitzer? Dann kommen ebenfalls noch jeweils 500–700 kWh jährlich dazu.

Weil die Spanne so groß ausfällt und der Verbrauch hauptsächlich von Ihren Gewohnheiten beeinflusst werden, ist eine Pauschalaussage sehr schwierig. Der Stromverbrauch ist immer höchst individuell.

Die besten Tarife im Check: Stromangebote vergleichen

Eine gelbe Glühbirne

Tipps zum Stromsparen

In einer 70 qm Wohnung gibt es ganz andere Stromspartipps als bei einem Einfamilienhaus. Natürlich sollten Sie nach wie vor das Licht ausschalten, wenn Sie den Raum verlassen oder die Spülmaschine nur im vollen Zustand anschalten. Aber die wirklich großen Hebel liegen woanders.

Personen im Single-Haushalt haben einen deutlichen höheren Stromverbrauch pro Person als Menschen in einer WG. Das liegt daran, dass große Stromfresser wie der Fernseher, der Ofen oder der Herd nur für eine Person angeschaltet werden. Bei mehreren Personen wird der Stromverbrauch jedoch aufgeteilt. Oft kocht nämlich nur eine Person für alle oder alle schauen gemeinsam einen Film.

Doch was bedeutet das jetzt konkret?

Für Einzelpersonen in 70 qm Wohnungen gibt es eine Reihe an Möglichkeiten, wie sie ihren Verbrauch senken können. Während es bei Einfamilienhäusern hauptsächlich um Energieeffizienzen und Modernisierungen geht, erreichen Sie in Ihrer Wohnung vor allem durch die Bündelung von bestimmten Aktivitäten die größte Ersparnis.

Die folgenden Stromspartipps sind speziell für Single-Haushalte geeignet:

  1. Bündeln Sie Ihre Aktivitäten: Versuchen Sie, Ihr Kochen und Fernsehen auf wenige Tage in der Woche zu beschränken, anstatt täglich zu kochen und fernzusehen. Dies hilft, den Stromverbrauch zu minimieren.
  2. Vorkochen: Wenn Sie größere Mengen kochen und diese an Folgetagen nur kurz in der Mikrowelle erwärmen, sparen Sie viel Strom. Die Mikrowelle ist beim Erhitzen von Essen viel effizienter als der Herd oder der Ofen.
  3. Gemeinsam kochen: Wenn Sie gemeinsam mit Freunden kochen, wird der Stromverbrauch aufgeteilt, was zu einer Verringerung des Stromverbrauchs beitragen kann.
  4. Gemeinsame Filmabende veranstalten: Wenn Sie gemeinsame Filmabende veranstalten, an denen immer wieder an verschiedenen Orten geschaut wird, sparen Sie Strom.
  5. Energieeffiziente Geräte: Stellen Sie sicher, dass Ihre Waschmaschine, Ihr Kühl- und Gefrierschrank die höchsten Effizienzklassen haben. Alte, ineffiziente Geräte sind unglaubliche Stromfresser und können den größten Stromverbrauch im Haushalt deutlich übertreffen.
  6. Licht ausschalten: Vergessen Sie nicht, das Licht auszuschalten, wenn Sie den Raum verlassen.
  7. Spülmaschine nur im vollen Zustand anstellen: Stellen Sie die Spülmaschine nur dann an, wenn sie voll ist, um Strom zu sparen.

Es gibt noch viele weitere Stromspartipps, die für Single-Haushalte geeignet sind. Wichtig ist, dass Sie sich bewusst machen, wo Sie Strom sparen können und entsprechend handeln.

Gehen Sie dafür einfach Ihren Haushalt durch und machen Sie eine Liste der Geräte, die Sie regelmäßig nutzen. Auch welche, die sich zumeist nur im Standby-Modus befinden. Dies bildet eine gute Grundlage, Strom-Sparpotenziale zu identifizieren.

Übrigens: Die optimale Betriebstemperatur eines Kühlschranks liegt bei 7° Celsius. Jedes Grad weniger erhöht Ihren Stromverbrauch um etwa 10 % und sorgt auch dafür, dass sich die Butter nicht mehr streichen lässt.

Ihre Gefriertruhe stellen Sie am besten nicht kälter als -17° C ein. Denn dies bietet bei der Haltbarkeit keine weiteren Vorteile und wäre nur eine Stromverschwendung.

Haben Sie gewusst, dass Ihre Geräte im Standby-Modus bis zu 10 % Ihres gesamten Stromverbrauchs verursachen können? Typische Beispiele sind Fernseher, Radios, Drucker und Kaffeemaschinen. Es lohnt sich also, diese Geräte nach der Nutzung wirklich komplett auszuschalten.

Eine Mehrfachsteckdose kann dazu beitragen, Strom zu sparen, indem sie es ermöglicht, mehrere Geräte auf einmal auszuschalten. Hier sind ein paar Tipps, wie Sie den Stromverbrauch Ihrer Standby-Geräte reduzieren können und eine Mehrfachsteckdose effektiv einsetzen:

  1. Verwenden Sie eine Mehrfachsteckdose mit Schalter: Eine Mehrfachsteckdose mit Schalter ermöglicht es Ihnen, alle angeschlossenen Geräte auf einmal auszuschalten, ohne dass Sie jedes Gerät einzeln ausschalten müssen.
  2. Nutzen Sie eine Mehrfachsteckdose mit Timer: Eine Mehrfachsteckdose mit Timer kann dafür sorgen, dass alle angeschlossenen Geräte zu einer bestimmten Zeit automatisch ausgeschaltet werden, z. B. wenn Sie nachts schlafen gehen.
  3. Bündeln Sie Geräte: Verbinden Sie Geräte, die häufig zusammen verwendet werden, in einer Mehrfachsteckdose, damit Sie sie leichter ausschalten können. Zum Beispiel könnten Sie alle elektronischen Geräte, die Sie am Arbeitsplatz verwenden, in einer Mehrfachsteckdose anschließen.

Tarifcheck - Anbieter vergleichen und sparen:

Pfeil

Photovoltaik Angebote vergleichen