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Solarkataster Niedersachsen: Anleitung & Tipps

Solarkataster Niedersachsen: Anleitung & Tipps

Thor Marquardt
Zuletzt aktualisiert:
6.11.2022

Sie wohnen in Niedersachsen und denken über die Anschaffung Ihrer eigenen PV-Anlage oder Solarthermieanlage nach? Die Solarkataster in Niedersachsen können Ihnen dabei helfen, herauszufinden, ob sich Ihr Dach für eine Solaranlage lohnt.

In diesem Artikel erfahren Sie, was ein Solarkataster ist, wie Sie es richtig nutzen und worauf Sie in Niedersachsen speziell achten müssen. Am Ende geben wir Ihnen noch Tipps und wichtige Hinweise mit, damit Sie perfekt vorbereitet sind.

Los geht’s!

Was genau ist ein Solarkataster?

Ein Solarkataster, auch Solaratlas genannt, ist eine geografische Darstellung der für Photovoltaik und Solarthermie nutzbaren Flächen. Diese Darstellung erfolgt auf Karten oder Luftbildern und zeigt vor allem, welche Dachflächen für Solarenergie-Gewinnung geeignet sind.

Für Hauseigentümer oder potenzielle Käufer dient ein Solarkataster der groben Orientierung, ob die Installation einer Solaranlage sinnvoll ist oder nicht.

Hinweis: Ob Ihr Dach wirklich für eine Solaranlage infrage kommt, hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Wenn Sie sich ein Angebot einholen, prüft das Unternehmen auf Basis von Solarkatastern, aber auch Fotos, Vor-Ort-Besuchen und anderen Quellen, wie hoch das Potenzial Ihres Daches ist. Diese Prüfung ist in der Regel akkurater (und ebenfalls kostenlos).

Einschätzung einholen

Solarkataster in Niedersachsen: So nutzen Sie sie richtig.

Niedersachsen gehört zu eines der wenigen Bundesländer, die kein landesweites Solarkataster haben. Dafür bieten jedoch die meisten größeren Städte und Gemeinden in Niedersachsen Solarkataster an, die Sie kostenfrei nutzen können.

Wie Sie nun genau vorgehen und das jeweilige Kataster richtig nutzen, erfahren Sie im Folgenden.

Unser Tipp: Lesen Sie sich erst die gesamte Anleitung und die Tipps auf dieser Seite durch, bevor Sie das Solarkataster aufrufen. Somit sparen Sie sich wertvolle Zeit und wissen genau, worauf Sie achten müssen.

Schritt 1: Solarkataster ausfindig machen. 

Suchen Sie das Solarkataster Ihrer Stadt oder Gemeinde und öffnen Sie es.

Hier finden Sie beispielhaft die Solarkataster der größten Städte in Niedersachsen:

Schritt 2: Ihr Dach finden. 

Geben Sie in der Suchleiste Ihre Adresse an oder zoomen Sie auf der Karte rein, um Ihr Haus zu finden.

Schritt 3: Daten eingeben und filtern. 

Klicken Sie jetzt im Menü auf die gewünschten Ergebnisse. Wählen Sie als Erstes aus, ob Sie sich für Photovoltaik oder Solarthermie interessieren.

Die Navigation des Solarkatasters Hannover
Die Navigation des Solarkatasters Hannover

Wenn Sie im Solarkataster Braunschweig den Menüpunkt „Einstrahlung“ auswählen, dann erhalten Sie eine Übersicht der Sonnenstunden bzw. Strahlungsintensität Ihres Daches.

Wählen Sie hingegen „Solarpotenzial“ aus, dann bekommen Sie eine Einschätzung Ihrer Dacheignung insgesamt. Diese basiert neben der generellen Einstrahlung auch auf dem Einstrahlungswinkel, der Dachausrichtung und -Verschattung. Das Solarpotenzial ist somit das wichtigere Kriterium von beiden.

Die Navigation des Solarkatasters Braunschweig
Die Navigation des Solarkatasters Braunschweig

Viele Solarkataster bieten nur eine der beiden Optionen an. Somit können Sie entweder nur die Anzahl der Sonnenstunden bzw. die Intensität der Strahlung oder die Eignung Ihrer Dachfläche einsehen. Wie schon gesagt: Ein Solarkataster dient nur der groben Orientierung. Eine professionelle Dachauswertung ist trotzdem notwendig.

Schritt 4: Das Solarkataster auswerten. 

Die Ergebnisse zu Ihrem Dach sind farbcodiert. Je nachdem, welchen Stadt-Kataster Sie nutzen, können die Farben und ihre Bedeutungen etwas variieren. In der Regel bedeutet die Farbe Grün jedoch die beste Eignung, Gelb symbolisiert eine akzeptable Eignung und Rot bedeutet, dass Ihr Dach für eine Solaranlage nicht geeignet ist.

Tipp: Wenn Sie eine schnelle, unverbindliche Einschätzung brauchen, ob sich eine Solaranlage bei Ihnen lohnt, stellen Sie einfach hier eine Anfrage. Die Solarunternehmen führen eine professionelle Analyse durch und melden sich in kurzer Zeit bei Ihnen zurück.

Das Solarkataster Braunschweig nutzt die klassische Farbcodierung von grün bis rot.
Das Solarkataster Braunschweig nutzt die klassische Farbcodierung von grün bis rot.
Das Solarkataster Hannover markiert ungeeignete Dachflächen blau. Dunkelgrün steht hier für die beste Eignung.
Das Solarkataster Hannover markiert ungeeignete Dachflächen blau. Dunkelgrün steht hier für die beste Eignung.

Spezifische Hinweise für Niedersachsen.

Laut Statista hat das Bundesland Niedersachsen im Jahr 2021 insgesamt 1.470 Sonnenstunden abbekommen. Damit liegt Niedersachsen 11 % unter dem Bundesdurchschnitt.

Trotz der etwas geringeren Sonneneinstrahlung sind Photovoltaik und Solarthermie in Niedersachsen bestens geeignet. Solange Ihr Dach keine übermäßige Verschattung aufweist, rentiert sich eine Solaranlage in den allermeisten Fällen.

Wie viel Strom produziert eine PV-Anlage in Niedersachsen?

Eine 10-kWp große PV-Anlage erzeugt in Niedersachsen bei guten Konditionen etwa 10.000 kWh Strom im Jahr.

Für den höchsten Solarertrag wird meistens eine südliche Dachausrichtung empfohlen. Eine Ost-West-Ausrichtung ist jedoch ebenfalls lukrativ, da hier die Erzeugung und Nutzung des Stroms gleichzeitig stattfinden. In den Morgen- und Abendstunden, werden Haushaltsgeräte am stärksten genutzt. Weil genau dann auch am meisten Strom erzeugt wird, ist die Eigennutzungsquote beim Ost-West-Modell sehr hoch.

Wichtige Tipps und Hinweise:

Die Anschaffung einer Solaranlage ist im Grunde recht einfach. Auf folgende Dinge sollen Sie jedoch achten: 

  1. Die Nutzung eines Solarkatasters ist liefert leider nur sehr ungenaue Ergebnisse. Somit ist dieser Schritt optional. Eine genaue Einschätzung Ihrer Dacheignung erhalten Sie, wenn Sie eine Anfrage bei einem Fachbetrieb stellen.
  2. Holen Sie sich mehrere Angebote ein und vergleichen Sie diese. Nur so können Sie gewährleisten, dass Sie das beste Preis-Leistungs-Verhältnis erhalten.
  3. Überlegen Sie im Vorfeld, ob Sie Ihre Solaranlage kaufen oder mieten möchten. Der Kauf ist insgesamt günstiger, doch bei der Miete zahlen Sie keine Anschaffungskosten und bekommen ein „Rundum-sorglos-Paket“, bei dem sich der Anbieter um alles kümmert.

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