Die Popularität von Balkonkraftwerken in Sachsen-Anhalt nimmt stetig zu, wobei Förderprogramme einen entscheidenden Beitrag zu dieser positiven Entwicklung leisten. Aber welche finanziellen Hilfen gibt es konkret bei der Anschaffung in diesem Bundesland?
Dieser Artikel bietet Ihnen einen eingehenden Überblick über die aller derzeitigen Balkonkraftwerk Förderungen in Sachsen-Anhalt und die entscheidenden Faktoren, die Sie vor dem Kauf eines Balkonkraftwerks berücksichtigen sollten.
Hinweis: Wir aktualisieren diesen Artikel laufend, damit die Informationen und Förderoptionen immer auf dem aktuellen Stand sind.

Die Zahl der registrierten Anlagen hat sich in den letzten Jahren deutlich erhöht: von rund 580 im Jahr 2021 auf etwa 7.000 bis Ende 2023. Schätzungen zufolge sind Anfang 2025 bereits über 20.000 Balkonkraftwerke in Betrieb – Tendenz weiter steigend.
Ein besonderes Signal für das Land setzte das Landgericht Dessau-Roßlau mit einem wegweisenden Urteil im Frühjahr 2025:
Es erlaubt den Betrieb von Balkonkraftwerken in Kleingärten, selbst wenn Vereinsordnungen diesen bislang untersagt hatten. Damit schafft Sachsen-Anhalt als erstes Bundesland eine rechtliche Grundlage, die vielen Kleingärtnern den Zugang zu Solarstrom erleichtert.
Das Urteil ist jedoch noch nicht rechtskräftig, da der betroffene Kleingartenverein Berufung einlegen kann. Dennoch gilt es als richtungsweisend und könnte bundesweit als Orientierung für ähnliche Fälle dienen.
Aktuell existieren derzeit weder auf Landes- noch auf kommunaler Ebene eigene Förderprogramme, doch die Rahmenbedingungen sind mit ca. 1.600 Sonnenstunden jährlich günstig.
Schauen wir uns zunächst die Entwicklung der letzten Jahre an. Die dargestellten Werte basieren auf öffentlich zugänglichen Daten des Marktstammdatenregisters (MaStR) der Bundesnetzagentur.
Da nicht in allen Auswertungen eindeutig zwischen Mini-PV-Anlagen und größeren Dachanlagen unterschieden wird, können die Werte geringfügige Überschneidungen enthalten.
In Sachsen-Anhalt gibt es derzeit keine spezifischen Förderprogramme für Balkonkraftwerke. Dennoch profitieren Bürger von der bundesweiten Mehrwertsteuerbefreiung, die seit dem 1. Januar 2023 gilt. Dadurch entfällt die bisherige Steuer von 19 %, was Anschaffung und Installation deutlich günstiger macht.
Die Regelung umfasst alle PV-Komponenten – von Modulen und Wechselrichtern bis zu Speichern, Kabeln und Montagegestellen, sowie Dienstleistungen wie Lieferung und Installation. Sie gilt für Anlagen jeder Größe, auch für kleine 800-Watt-Balkonkraftwerke.
Die bürokratischen Hürden wurden ebenfalls reduziert: Eine einmalige Registrierung im Marktstammdatenregister genügt, und vorhandene Stromzähler dürfen weiterverwendet werden, bis ein Smart Meter eingebaut wird. Zudem sind Schukostecker offiziell erlaubt.
Auch ohne Landesförderung bleibt der Betrieb eines Balkonkraftwerks in Sachsen-Anhalt dank dieser steuerlichen Vorteile attraktiv. Es lohnt sich, regelmäßig nach kommunalen Förderprogrammen Ausschau zu halten, da immer mehr Städte eigene Zuschüsse anbieten.
Hinweis: Wir prüfen alle Förderprogramme direkt auf den offiziellen Webseiten der Bundesländer, Städte und Gemeinden. Trotzdem kann es passieren, dass uns ein Programm entgeht oder zwischenzeitlich endet, ohne dass wir es mitbekommen.
Ein Einsteiger-Balkonkraftwerk mit rund 800 kWh Jahresertrag spart in Sachsen-Anhalt im Durchschnitt etwa 240 € Stromkosten pro Jahr. Die Anschaffungskosten von rund 600 € sind nach gut zweieinhalb Jahren wieder drin – danach arbeitet die Anlage zuverlässig im Plus.
Langfristig liegt der Durchschnitt bei rund 1.700–1.800 Sonnenstunden, je nach Region (z. B. Magdeburg 1.760 h, Halle (Saale) 1.740 h, Dessau 1.780 h). In besonders sonnigen Jahren werden in Sachsen-Anhalt sogar über 1.950 Sonnenstunden erreicht, was die Erträge und damit die Einsparungen deutlich erhöht.

Für den Fall, dass Sie zukünftig ein Balkonkraftwerk installieren wollen, empfehlen wir Ihnen die Anbieter Yuma und Balkonstrom. Beide punkten mit einem starken Preis-Leistungs-Verhältnis, Qualität der verbauten Komponenten, einer großen Auswahl und der Kundenservice ist sehr zuverlässig.
Wir haben beide Anbieter im Detail bewertet:
Yuma Solar: Erfahrungen, Bewertungen und Test
Balkonstrom: Erfahrungen, Bewertungen und Test
Falls Sie in Sachsen-Anhalt residieren und mit dem Gedanken spielen, selbst erzeugten Strom auf Ihrem Balkon zu produzieren, gibt es mehrere bedeutende Aspekte und Ratschläge, die wir für Sie zusammengetragen haben:
Mit diesen Tipps sind Sie gut gerüstet, um sich auf die spannende Reise der eigenen Energieerzeugung zu begeben. Ein Balkonkraftwerk in Sachsen-Anhalt ist nicht nur ein großer Schritt in Richtung umweltfreundlicherer Energie, sondern auch eine clevere Investition in die Zukunft.
Starten Sie jetzt und erleben Sie die Freude und Zufriedenheit, die das Betreiben eines eigenen Balkonkraftwerks mit sich bringt!
Weitere Infos zum Thema Balkonkraftwerke erhalten Sie hier.
Wenn Sie darüber nachdenken, sich ein Balkonkraftwerk zuzulegen, sollten Sie unbedingt unser Video ansehen.
In diesem umfassenden Leitfaden zeigen wir Ihnen Schritt für Schritt, wie einfach der Aufbau ist, wie die Anmeldung beim Marktstammdatenregister reibungslos verläuft und wie Sie Ihre grüne Stromproduktion optimal überwachen können.
Erfahren Sie außerdem, wie Sie Ihre Einsparungen im Blick behalten und so langfristig profitieren.
Wir haben uns ein Balkonkraftwerk – das Basic Roof 890 bifazial (Flachdach) – in Absprache mit der Firma Balkonstrom für einen Test bereitstellen lassen, eigenhändig aufgestellt und das gesamte technische Zubehör unter die Lupe genommen.
Hinweis: Die im Video gezeigte Anlage ist das Modell: Basic Roof 890 bifazial für das Flachdach.