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PV-Anlage kaufen oder mieten?

PV-Anlage kaufen oder mieten?

Thor Marquardt
Zuletzt aktualisiert:
29.9.2022

Es gibt viele Gründe, die für die Anschaffung einer Photovoltaikanlage sprechen. So leistet Solarstrom nicht nur einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und senkt Ihre Stromkosten merklich, sondern bietet Ihnen auch mehr Unabhängigkeit von den Energie-Versorgungsunternehmen. Die Frage, die sich vielmehr stellt, lautet: kaufen oder doch lieber mieten?

Beide Modelle haben ihre ganz eigenen Vor- und Nachteile. Wir stellen Ihnen die beiden Optionen im Detail vor und zeigen Ihnen, was sich für wen mehr lohnt. 

Das Wichtigste zu den jeweiligen Vorteilen auf einen Blick:

Kriterien PV-Mietvariante PV-Kaufvariante
Kosten Keine Anschaffungs-Kosten Keine monatlichen Verbindlichkeiten
Rendite Ersparnisse häufig schon ab dem ersten Monat Amortisationszeit der Anschaffungs-Kosten: ca. 9-12 Monate
Wartung Komplettservice: Installation und Wartung inklusive Anbieter-unabhängig in Bezug auf Installation und Wartung
PV-Versicherung In der Regel ist Versicherung für Ersatz von Wechselrichter und Speicher in Mietpreis inbegriffen Freie Wahl des Umfangs des PV-Versicherungs-Pakets
Individualität Anbieter wählt hochwertiges Preis-Leistungs-Angebot für Sie aus Eigentum (nur Sie entscheiden, was mit der Anlage passiert und wie sie aussieht)

PV-Anlage kaufen – das sollten Sie bedenken

Die Kosten für den Kauf einer Solaranlage lassen viele Neueinsteiger erst einmal schlucken. Dennoch sollte man nicht vergessen, dass es sich dabei immer um eine langfristige Investition von 25 Jahren und mehr handelt. Spätestens nach 15 Jahren sollten sich der Investitionsaufwand für eine PV-Anlage in den meisten Fällen vollständig amortisiert haben. Danach fahren Sie saftige Gewinne ein, die bis in den fünfstelligen Betrag gehen. 

Die genaue Jahreszahl der Amortisation ist immer von verschiedenen Bedingungen abhängig. Hierzu zählt zuallererst die Leistung der PV-Anlage, aber auch Ihr Eigenstromverbrauch, wie gut Sie die Solaranlage warten und ob Sie von der Einspeisevergütung profitieren wollen. Durch die Installation eines Stromspeichers können Sie Ihren Autarkiegrad sowie die Rentabilität Ihrer Anlage noch einmal zusätzlich steigern. 

Und keine Sorge, sowohl Bundes- als auch Landesregierungen haben alle ein großes Interesse daran, einen flächendeckenden Ausbau von Solarstromanlagen voranzutreiben. So wird Ihnen bei Ihrer PV-Investition häufig durch attraktive Förderprogramme unter die Arme gegriffen. 

Nachdem die Frage der Anschaffungskosten geklärt wurde, werden Sie sehen, dass Sie ab jetzt auf der Überholspur fahren. Denn die nachfolgenden Vorteile gelten über die ganze Laufzeit, was bei modernen PV-Anlagen schnell 30 Jahre und mehr sein können. 

Denn bei der Kaufvariante habe Sie die volle Kontrolle, egal, ob es dabei um Erweiterungsmaßnahmen, Komponentenaustausch, Reparaturservice oder den Verkauf geht. Die PV-Anlage gehört Ihnen, also entscheiden auch alleine Sie!

Jedoch gibt es kein Licht ohne Schatten. Die absolute Entscheidungsfreiheit bedeutet gleichzeitig auch immer einen gewissen Druck. Schließlich müssen Sie die ganze Recherchearbeit selbst leisten und im Ernstfall die finanzielle Verantwortung übernehmen. 

Sollte einmal etwas kaputt gehen oder ausgetauscht werden müssen, was beispielsweise beim Wechselrichter schon nach 10-15 Jahren vorkommen kann, ist Ihr Geldbeutel gefragt. Dazu kommt, dass auch alle Wartungsarbeiten von Ihnen finanziert werden müssen. Es lohnt sich also, finanzielle Reserven zurückzulegen. Dem können Sie anders auch zuvorkommen, indem Sie im Vorfeld eine PV-Versicherung abschließen.

Auf der anderen Seite haben Sie als Käufer einer PV-Anlage die freie Wahl, welchen Solar-Fachbetrieb Sie beauftragen und welche Teile von welcher Marke eingebaut werden sollen.

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Für wen lohnt sich das PV-Kaufmodell?

Als PV-Anlagen-Käufer gewinnen Sie Freiheit und Entscheidungsmacht, übernehmen aber auch die volle Verantwortung sowie das Risiko.

Wenn Sie die Dinge grundsätzlich lieber selbst in die Hand nehmen, dann ist die Kaufvariante für Sie die richtige. So können Sie sicher sein, dass wirklich aus allen verfügbaren Optionen das richtige Angebot für Ihre persönlichen Bedürfnisse ausgewählt wurde.

Das erfordert natürlich auch ein gewisses Selbstbewusstsein, sich fehlendes Fachwissen eigenständig anzueignen. Schließlich sollte die Wahl einer PV-Anlage nicht leichtfertig aufgrund des Bauchgefühls erfolgen. Als langfristige Verbindlichkeit bedarf es intensiver Überlegung. 

Dass das nicht über Nacht passiert, ist natürlich klar. Der PV-Anlagenbesitzer muss nicht nur genug Zeit zur Verfügung haben, sondern sich diese aktiv nehmen. Das gilt sowohl vor dem Kauf als auch über die ganze Laufzeit hinweg. Stichworte: Kontrolle, Wartung, Reparatur.

Hier finden Sie noch einmal die Vor- und Nachteile der Kaufvariante zusammengefasst:

PV-Anlage kaufen - Pro PV-Anlage kaufen - Contra
Keine monatlichen finanziellen Verbindlichkeiten Hohe Anschaffungskosten
Entscheidungsfreiheit und Flexibilität Unsicherheitsfaktor: Wartung und Reparatur
Amortisation des Anschaffungsaufwands nach nur wenigen Jahren Zeitintensive Planungs- und Umsetzungsprozesse
Finanzielle Fördermöglichkeiten Bürokratischer Aufwand

Solaranlage mieten – das Wichtigste im Überblick

Vielleicht ist Ihnen aber auch die mit einer PV-Anlage verbundene Planung und Organisation etwas zu viel. Oder Sie sehnen sich nach mehr Stabilität und Sicherheit in Ihrer Kostenplanung. Auf unerwartete Ausfälle der PV-Anlage und die anschließende Suche nach einem Fachmann würden Sie lieber verzichten. Sie haben weder die Zeit noch das Interesse, aufwendige Recherchearbeiten wegen Ihrer PV-Anlage zu betreiben. Die Neuanschaffung einer PV-Anlage ist einfach zu teuer.

Wenn Sie sich in diesen Aussagen wiederfinden, dann brauchen Sie keine Panik zu haben. Der Traum einer eigenen PV-Anlage muss an dieser Stelle nicht enden. Für Sie kommt möglicherweise das Mietmodell eher infrage. 

Denn die Mietoption vereinfacht vielen PV-Interessierten nicht nur den Zugang zu Solarenergie, sondern stellt auch eine kostengünstige Alternative zu Strom aus dem öffentlichen Stromnetz dar. Statt eines Anschaffungspreises und später auftretender Reparaturkosten zahlen Sie stattdessen einen monatlichen Festbetrag. Dieser liegt meistens irgendwo zwischen 50 € und 200 €. 

Zu beachten ist jedoch, dass die Mietrate an die Größe und Leistung der PV-Anlage angelehnt ist. Je mehr Power Sie also haben wollen, desto tiefer müssen Sie monatlich in die Tasche greifen. Und das über einen langfristigen Zeitraum. Dennoch rentieren sich leistungsstarke Modelle häufig doch. Solange Ihr Eigenverbrauch im Rahmen bleibt, werden Sie rechnerisch deutliche Gewinne erzielen. 

Viele Anbieter von Mietoptionen bieten eine Art Rundum-Sorglos-Paket an. Dadurch ist die PV-Komplettanlage selbst sowie Installation, Versicherung, Wartung und Reparatur bereits inbegriffen. Sie haben also weder die hohen Anschaffungskosten zu Beginn, noch müssen Sie sich um mehr als den Vertragsabschluss kümmern. 

Außerdem geht bei vielen Angeboten die Solaranlage nach mehr als 20 Jahren zu einem gewissen Restbetrag auf den PV-Anlagen-Mieter über. Da ist zumindest bei flexiblen Mietmodellen der Fall. Des Weiteren ist die Funktionsfähigkeit der Anlage vertraglich festgehalten. Ihr Strom fließt somit ganz einfach!

Was genau jedoch in diesen umfassenden Service-Paketen inbegriffen ist, kann stark variieren. Lassen Sie sich nicht von Billigangeboten locken, sondern lesen Sie immer auffällig das Kleingedruckte.

Als PV-Anlagen-Mieter sparen Sie Zeit und Nerven, haben aber kein Mitspracherecht oder Entscheidungsgewalt.

Für wen lohnt sich das PV-Mietmodell?

Sie wollen die Verantwortung für Ihre PV-Anlage lieber abgeben und den Profis überlassen? Mit einem Mietmodell ist das überhaupt kein Problem. 

In den meisten Mietraten ist eine umfangreiche Versicherung inbegriffen, sodass Sie auch später vor möglichen bösen Überraschungen geschützt sind. Sie brauchen also keine weiteren Kapitalreserven zur Seite legen. 

Andererseits gibt es momentan keine Förderangebote für Mietmodelle. Unterm Strich ist der Kauf einer PV-Anlage auf lange Sicht also etwas günstiger. Auch können Sie Ihre PV-Anlage nicht einfach nach Belieben upgraden, erweitern oder verändern. Dies darf nur in Rücksprache mit dem Anbieter geschehen und kann gewisse Kosten nach sich ziehen.

Sollten also neue Technologien oder sonstige PV-Trends auf den Markt kommen, können Sie in der Regel nicht davon profitieren. Auch haben Sie kein Mitspracherecht in Bezug auf den Austausch einzelner Komponenten oder deren Marken. All das entscheidet der Anbieter, wo Sie Ihr Mietmodell abgeschlossen haben. 

Hier finden Sie noch einmal alle Vor- und Nachteile im Vergleich:

PV-Anlage mieten - Pro PV-Anlage mieten - Contra
Keine Anschaffungskosten Bindung an Laufzeit von mindestens 20 Jahren
Funktionsgarantie der Anlage über die gesamte Laufzeit Rentabilität etwas niedriger als bei Kaufoption
Unkompliziert und unbürokratische Prozesse Kein Mitspracherecht bezüglich der Komponenten oder Wartungsfirmen
Übernahmeangebot nach Ende der Laufzeit Keine Förderungen verfügbar

Fazit

Wie Sie sehen, gibt es gute Gründe, die sowohl für oder auch gegen das jeweilige Modell sprechen. Ein direkter Vergleich in Bezug auf Wirtschaftlichkeit und Preis-Leistungs-Verhältnis gestaltet sich somit als schwierig. 

Entscheidend ist, was Sie wollen. Sie müssen sich also im Vorfeld darüber im Klaren sein, wie viel Zeit und Mühe Sie langfristig in Ihr PV-Vorhaben investieren wollen und können. Dazu kommen die eigenen Präferenzen und die individuelle Lebenssituation. Denken Sie dabei insbesondere daran, wie viel Entscheidungsgewalt Sie über Ihre PV-Anlage haben möchten.

Im Zweifelsfall lohnt es sich immer, die persönliche Situation mit einem Solar-Fachbetrieb besprechen. 

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