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Solaranlage für den Garten: Das sind die besten PV-Anlagen

Solaranlage für den Garten: Das sind die besten PV-Anlagen

Thor Marquardt
Zuletzt aktualisiert:
23.5.2024

Sie haben einen Garten mit viel Platz? Dann passt bestimmt auch noch eine PV-Anlage rein. Ob Rasenfläche, Gartenhaus, Terrasse oder Gartenzaun – auch für Ihren Garten gibt es das passende Angebot.

Welche Arten der Garten-Solaranlagen zur Auswahl stehen, welche Möglichkeiten Sie genau haben, wo die Vor- und Nachteile liegen und inwiefern sich das Ganze finanziell für Sie lohnt, erfahren Sie hier. Außerdem stellen wir Ihnen die aktuell besten Garten PV-Anlagen vor.

Los gehts!

Inhaltsverzeichnis

Warum eine Solaranlage im Garten aufstellen?

Photovoltaikanlagen nutzen die natürliche Sonneneinstrahlung, um aus Lichtenergie elektrischen Strom zu erzeugen. Dieser kann dann entweder im Haus oder auch im Garten direkt verwendet werden.

Was gibt es denn für Stromfresser im Garten, fragen sich nun einige von Ihnen. Eine ganze Menge. Hierzu gehören unter anderem:

  • Sicherheitstechnik (Alarmanlagen und Bewegungsmelder)
  • Beleuchtung
  • Diverse elektrische Geräte

Achtung:

Einer der größten Irrtümer ist, dass Garten-Solaranlagen nur Gartengeräte mit Strom versorgen können. Auch wenn die Mini-PV-Anlagen im Garten stehen, werden sie an dasselbe Stromnetz angeschlossen wie die Haushaltsgeräte. Somit nutzen Sie Ihren Solarstrom auch in der Küche oder beim Waschen.

Zu den diversen Gartengeräten, die direkt versorgt werden können, zählen beispielsweise Rasenmäher, Elektrogrill, Teichpumpen, Warmwasser-Pool oder auch Sauna, Minibar, Heizgeräte, Radio oder der alte Fernseher im gemütlichen Gartenhaus.

Außerdem benötigen Wallboxen für Elektroautos, Maschinen und sonstige Werkzeuge Strom.

All diese Gerätschaften benötigen Energie, welche bei Ihnen vermutlich noch aus der Haushaltssteckdose stammt. Auch im Haus selbst gibt es eine ganze Reihe an Großverbrauchern (Fernseher, Ofen, Waschmaschine usw.).

Bevor wir Sie nun über die Vor- und Nachteile aufklären und aufzeigen, worauf Sie genau achten müssen:

Dies sind aus unserer Sicht die aktuell besten Garten-Solaranlagen in der Schnellübersicht. Unsere Kriterien waren dabei: Preis-Leistungs-Verhältnis, Komponenten-Qualität und Service.

Module Einsatzort Leistung Preis
Yuma Balcony Balkon ab 400 Wp ab 359 €
priBalcony Balkon ab 400 Wp ab 359 €
Yuma Roof Gartenhaus ab 400 Wp ab 359 €
priRoof Gartenhaus ab 430 Wp ab 379 €
Yuma Flat Ebene* ab 400 Wp ab 339 €
priFlat Ebene* ab 400 Wp ab 339 €
Yuma Front Fassaden ab 400 Wp ab 339 €
priWall Fassaden ab 400 Wp ab 329 €
* = Ebenen können Rasenflächen, eine Terrasse, aber auch Flachdächer sein.

Hinweis: Die Priwatt Website ist recht intuitiv aufgebaut und die Produkte für jeden Einsatzort lassen sich zentral auf einer Seite vergleichen. Auf der Yuma Website verstecken sich jedoch die größeren Anlagen (1.200–1.600 Watt) unter dem separaten Menüpunkt „Solaranlagen“.

Hier geht es zu den größeren Yuma-Anlagen.

Wie groß darf eine Solaranlage im Garten sein?

Ein PV-Modul mit Größen-Symbol und Fragezeichen

Es gibt keine Regel, wie groß eine Solaranlage im Garten maximal sein darf. Lediglich der Wechselrichter sollte nicht die 800 Watt Grenze (Regelungen Solarpaket 1) überschreiten, sonst müssen Sie eine bestimmte Genehmigung einholen.

Die meisten Privatpersonen holen sich für ihren Garten eine Mini-Solaranlage, auch Balkonkraftwerk oder Steckersolaranlage genannt.

Näheres zu den Leistungsgrenzen finden Sie im Artikel Balkonkraftwerk mit 800, 900, 1200 Watt – Was ist erlaubt?.

Diese sind deutlich kleiner als die herkömmlichen PV-Anlagen, welche man ebenfalls bei Bedarf auf Gartenhäusern oder Carports anbringen kann. Wichtiger Unterschied sind allerdings der Preis und die Menge an produziertem Strom.

In Verbindung mit einem Solarstromspeicher weisen traditionelle PV-Anlagen einen Autarkiegrad von bis zu 70 % auf. Solaranlagen für den Garten sind im Vergleich jedoch viel kleiner und es kommt meistens auch kein Stromspeicher zum Einsatz.

Das Hauptziel ist also nicht die vollständige Autarkie, sondern eher Ersparnisse bei den Stromkosten und der Beitrag zum Klimaschutz.

Dennoch:

Mit einer kleinen Garten-Solaranlage können Sie in vielen Fällen 10–20 % Ihres Stromverbrauchs decken.

Die meisten Garten-Solaranlagen bestehen aus zwei Modulen, einem Wechselrichter und ganz selten aus einem Batteriespeicher. Der Strom wird dann direkt in das Hausnetz eingespeist.

Tipp: Generell ist natürlich eine große Anlage wünschenswert. In der Realität gibt es jedoch zahlreiche Einschränkungen. Um die optimale Anlagengröße für Ihre Situation zu ermitteln, müssen Sie prüfen, wie viel schattenfreie Fläche zur Verfügung steht und ob Ihnen eine einfache Anmeldung und Nutzung wichtig ist.

Bei PV-Anlagen über 800 Watt Leistung ist eine vereinfachte Anmeldung nicht mehr möglich. Die Mini-PV-Anlage muss dann genau wie große Anlagen auch angemeldet und vom Netzbetreiber überprüft werden. Eventuell müssen dann auch Stromzähler und Sicherungen getauscht werden.

Außerdem muss die Anlage dann zwingend durch einen Elektriker angeschlossen werden, der beim Netzbetreiber registriert ist.

Achtung:

Im Zuge des Solarpaket 1 ist eine Anmeldung im Marktstammdatenregister ausreichend (bis 800 Watt). Die Bundesregierung hat das Solarpaket 1 beschlossen, welches unter anderem bürokratische Hürden im Bereich der Anmeldung abbauen soll.

Was bei den größeren Anlagen (800, 900 oder 1.200 Watt) genau auf Sie zukommt und was Sie beachten müssen, lesen Sie hier.

PV-Anlage im Garten: Vor- und Nachteile

Ein Solarmodul für den Garten mit Vorteil und Nachteil Icon

Früher wurden private Solaranlagen in erster Linie auf Hausdächern installiert. Doch mittlerweile hat man festgestellt, dass auch die Montage im Garten, auf dem Carport oder dem Gartenhaus sinnvoll sein kann.

Hausdächer haben zum Einen nicht immer die richtige Ausrichtung. Häufig schränken Schornsteine, Dachfenster, Wasserabläufe, Blitzableiter, TV-Antennen oder verwinkelte Ecken die verfügbare Fläche deutlich ein.

Weniger Fläche bedeutet auch weniger Solarmodule, die letztlich gelegt werden können.

Gleichzeitig verursachen die eben genannten Hindernisse häufig eine Verschattung, was die Produktivität senkt.

Bei einem Carport, einem Gartenhaus oder auch einer Rasenfläche hat man diese Probleme oft nicht. Stattdessen muss man hier schauen, ob Bäume oder Büsche mögliche Schatten werfen. Diese können aber auch umgesetzt werden. Bei einem Schornstein ginge das nicht.

Achtung:

Bedenken Sie, dass Schatten mit der Sonne wandern. Nur weil die Wunschfläche vormittags schattenfrei ist, kann das nachmittags schon wieder anders aussehen.

Prüfen Sie vor Kauf Ihrer Solaranlage auch, ob bereits ein Stromanschluss an Ihrem Wunschort vorhanden ist. Gerade bei eher abseits liegenden Gartenhäusern ist das nämlich nicht immer der Fall. Dann kann die Installation der PV-Anlage sogar günstiger ausfallen als die Legung der Stromverbindung.

Bei großen PV-Anlagen ist die häufigste Barriere der hohe Anschaffungspreis. Dies war lange Zeit ein Ausschlusskriterium für viele Privatverbraucher. Mini-Solaranlagen sind dagegen deutlich preiswerter. Sie liegen preislich in der Regel bei unter 1.000 Euro.

Dafür können sie nicht an der Einspeisevergütung profitieren, produzieren weniger Strom und sind eher für den Sofortverbrauch gedacht.

Ein großer Pluspunkt: Hochwertige Garten-Solaranlagen müssen kaum gewartet werden. Die Module sind so robust konzipiert, dass Sie so gut wie gar keinen Aufwand haben, um den regelrechten Betrieb zu gewährleisten.

Dennoch müssen die Module nach einem starken Sturm, großen Hagelkörnen oder auch bei viel Vogelkot überprüft werden. Starker Schmutz sollte entfernt werden, damit die Solaranlage ihre volle Leistung erzielen kann.

Im Gegensatz zu einer großen Aufdachanlage ist man bei einer Gartenanlage aber sehr schnell mit der Inspektion und Reinigung durch. Mal eben so aufs Hausdach zu klettern, gestaltet sich in den meisten Fällen als eher umständlich und gefährlich.

Oft muss dies aus Versicherungs- und Garantie-Gründen ein Fachbetrieb für Sie übernehmen.

Nachfolgend sind die wichtigsten Vor- und Nachteile von Solaranlagen für den Garten zusammengefasst:

Vorteile:

Nachteile:

Kann überall selbst installiert werden

Verschattungsgefahr durch Bäume oder Büsche

Optimale Flächennutzung im Garten

Stromanschluss muss manchmal erst noch gelegt werden

Wartung ist einfacher und somit günstiger als bei PV-Anlagen auf dem Hausdach

Stromspeicher lohnen sich bei Mini-PV-Anlagen häufig nicht

Mehr Unabhängigkeit vom öffentlichen Stromnetz

Überschüssiger Strom geht verloren (keine Einspeisevergütung bei Mini-Solaranlagen)

Wichtiger Beitrag zum Klimaschutz

Im Winter eher ungenutzt (oft kein Stromspeicher)

Anschaffungskosten amortisieren sich viel schneller als bei großen PV-Anlagen

Vorteile:

Kann überall selbst installiert werden

Optimale Flächennutzung im Garten

Wartung ist einfacher und somit günstiger als bei PV-Anlagen auf dem Hausdach

Mehr Unabhängigkeit vom öffentlichen Stromnetz

Wichtiger Beitrag zum Klimaschutz

Anschaffungskosten amortisieren sich viel schneller als bei großen PV-Anlagen

Nachteile:

Verschattungsgefahr durch Bäume oder Büsche

Stromanschluss muss manchmal erst noch gelegt werden

Stromspeicher lohnen sich bei Mini-PV-Anlagen häufig nicht

Überschüssiger Strom geht verloren (keine Einspeisevergütung bei Mini-Solaranlagen)

Im Winter eher ungenutzt (oft kein Stromspeicher)

Höherer Autarkiegrade durch Stromspeicher?

Jeder von Ihnen mag andere Gründe haben, sich eine Solaranlage für den Garten anschaffen zu wollen. Doch bei einem bestimmten Punkt stehen alle vor derselben Frage: Autarkie.

Wer seinen Garten und Haushalt wirklich autark mit Strom versorgen möchte, braucht einen Stromspeicher. Das Gleiche gilt für diejenigen, die einfach ihren Solarertrag maximieren wollen.

Speziell für Garten-Solaranlagen sind zwei wichtige Punkte zu beachten:

  1. Kleine PV-Anlagen mit bis zu 800 Wp Leistung profitieren von der vereinfachten Anmeldung und der einfachen Installation. Dafür gibt es jedoch auch keine Einspeisevergütung. Der Strom muss also direkt selbst genutzt werden, sonst fließt er einfach unvergütet ins Stromnetz.
  2. Gerade bei diesen kleinen Anlagen könnte man deshalb denken, die Maximierung des Eigenverbrauchs wäre besonders lohnenswert. Da Stromspeicher jedoch sehr teuer sind, stünde der zusätzliche Stromertrag in keinem Zusammenhang zu den Kosten.

Wem es rein um die Erhöhung des Autarkiegrads (größerer Anlagen) geht, für den lohnt sich ein Solarstromspeicher. Bei den meisten Mini-PV-Anlagen ergibt er aus Kostengründen jedoch keinen Sinn.

Was kostet eine Solaranlage für den Garten?

Ein Garten-PV-Modul mit Geldmünze und Fragezeichen

Diese Frage kann man nicht pauschal beantworten. Je nachdem wie viel Strom Sie verbrauchen, wie viel Fläche Sie zur Verfügung haben und wie unabhängig Sie sein möchten, variiert die Größe Ihrer optimalen PV-Anlage.

In den meisten Fällen liegen die Kosten irgendwo zwischen 300 und 1.500 Euro. Wenn Sie jedoch wirklich eine große, leistungsstarke Anlage installieren möchten (z. B. auf der Garage oder dem Carport), dann können die Kosten auch schon 5.000 € – 10.000 € oder mehr betragen.

Beispiel 1: Versorgung Gartenhaus

Wenn Sie nur daran interessiert sind, ein einfaches Gartenhaus mit ausreichend Strom zu versorgen, reicht eine kleine PV-Anlage mit 75 Watt Nennleistung aus. Damit können Sie das Gartenhaus dann bei Bedarf beleuchten sowie ein Radio bei Ihren Gartenarbeiten laufen lassen.

PV-Module in dieser Größenordnung kosten etwa 100 bis 150 €.

Beispiel 2: Versorgung Gartenhaus, kleiner Pool und Leuchtsysteme

In diesem Fall brauchen Sie eine leistungsstärkere Variante. Am besten nehmen Sie einen 600-Watt Wechselrichter sowie zwei Solarmodule mit jeweils ca. 400 Wp.

Der Preis für das Komplettpaket liegt hier bei etwa 700 € bis 1.000 €.

Beispiel 3: Größerer Strombedarf

Sie haben genug Fläche im Garten und möchten Ihre Stromkosten so weit es geht minimieren? Wenn Sie keine herkömmliche PV-Dachanlage möchten, haben Sie auch hier die Möglichkeit, mehrere einzelne PV-Module aufzustellen.

Mit vier 400 Wp Modulen kommen Sie auch eine Nennleistung von 1.600 Wp und können Ihre Stromrechnung deutlich senken.

Vergessen Sie allerdings nicht, dass hier zusätzliche Anforderungen bestehen. Sie dürfen die Installation nicht selbst vornehmen und auch die Anmeldung muss durch einen Fachbetrieb geschehen. Die Kosten setzen sich dann folgendermaßen zusammen:

Kostenfaktor Preis in Euro
Solaranlagen-Komplettpaket 1.200 bis 1.700 €
Montage und Anmeldung durch Fachbetrieb 200 bis 300 €
Ggf. weiteres Zubehör 30 bis 100 €

Hinweis: Hier lesen Sie alles über die Kosten von PV-Modulen.

So wird eine Solaranlage im Garten montiert?

Generell gilt, dass man seine Module am besten nach Süden in einem 20–30 Grad Winkel ausrichtet. Leider ist das nicht immer möglich.

Was die Montage angeht, ist die Installation schnell erledigt. Für die Anbringung der Mini-Solaranlage auf einem Gartenhaus oder Carport benötigt man nur ein paar passende Schrauben sowie einige Winkel.

Das sollte alles beim Komplettpaket mitgeliefert worden sein. Dazu gibt es auch eine einfache Montageanleitung.

Nachdem die Modulhalterungen auf dem Dach verschraubt wurden, muss noch die Verkabelung angeschlossen werden. Diese sorgt dafür, dass es eine Verbindung zwischen der Solaranlage und dem Hausstromnetz entsteht.

Nun werden Laderegler, Stromspeicher und Wechselrichter nacheinander angeschlossen. Erst ganz zum Schluss wird der Wechselrichter mit der Anschlussdose verbunden.

Auf einer freien Fläche, wie beispielsweise auf dem Rasen, empfiehlt sich eine sogenannte „Aufständerung“. So kann der ideale Winkel ohne Verschattung erzielt werden. Passendes Zubehör haben Sie im Komplettpaket mitgekauft. Falls nicht, können Sie diese auch problemlos beim Hersteller nachbestellen.

Rechnen Sie bei den Aufstellern mit ca. 50 € pro Modul.

Solaranlagen-Arten für den Garten

Ein Solarmodul mit den Buchstaben A, B und C

Wenn Sie von Solaranlagen für den Garten hören, denken Sie vermutlich zunächst an klassische Solarmodule. Doch daneben gibt es noch viele andere Varianten, die wir Ihnen jetzt vorstellen. Fangen wir dabei zuerst mit den herkömmlichsten Varianten an.

Zum Schluss stellen wir Ihnen noch ein paar sehr ausgefallene, seltene Arten vor.

Balkonkraftanlage

Ein Yuma Balcony Modul am Balkon
Ein Yuma Balcony Modul am Balkon

Balkonkraftanlagen sind klassische PV-Module, die mithilfe einer speziellen Halterung am Balkongitter befestigt werden.

Die Module werden dabei entweder auf einer 90 Grad-Halterung ohne Aufständerung oder einer Halterung mit Aufständerung montiert. Letztere Option ermöglicht eine noch flexiblere Ausrichtung der Module, da die Neigungswinkel so individuell einstellbar sind.

Ein Vorteil der Balkon-Module: Neben der Solarstromproduktion dienen die Module auch gleichzeitig als Sichtschutz.

Zu den aktuell hochwertigsten Balkonmodulen im Markt zählen die Modulreihen Yuma Balcony und priBalcony von Priwatt. Die Balkonmodule von Priwatt lassen sich auf entweder 70° oder 90° einstellen, während die Yuma Module je nach Variante 60°, 70°, 75° und 90° Winkel ermöglichen.

Aufdach-Anlage

Ein Yuma Roof Solarmodul auf einem Bitumendach
Ein Yuma Roof Solarmodul auf einem Bitumendach

1. Schrägdach:

Wie bei den herkömmlichen, großen PV-Anlagen werden auch hier die PV-Module mit einer Montagevorrichtung auf einem Schrägdach angebracht. Welches spezielle Montage-Set dabei benötigt wird, entscheidet sich je nachdem, welches Dachmaterial vorliegt.

Die Installation auf Dachziegeln ist die einfachste Art und Ziegel-Montage-Sets werden von allen Anbietern zur Verfügung gestellt. Anders sieht es jedoch bei Bitumen, Blech oder Reet aus. Hier müssen Sie sich bezüglich der Machbarkeit auf den jeweiligen Websites der Anbieter informieren.

Die Schrägdach-Module von Priwatt und Yuma gibt es in verschiedenen Ausführungen. Mit den jeweiligen Montage-Sets lassen sich die Anlagen auf Ziegel-, Bitumen-, Blech- und Trapezdächern anbringen.

Optionen ansehen: Yuma Aufdachanlagen oder Priwatt Aufdachanlagen

2. Flachdach:

Wenn Sie ein Carport haben oder Ihre Garage oder Gartenhaus ein Flachdach besitzt, kommen andere Module zum Einsatz. Hier ist die Montage sehr einfach, da die Module einfach nur aufgestellt werden müssen.

Die PV-Module werden durch die mitgelieferte Halterung auf ca. 20–40° aufgeständert. Diese Halterung besteht dabei normalerweise aus zwei Metallstützen, die mit den Solarmodulen verbunden sind und auf vier rutschfeste Gummifüße positioniert werden.

Die Gummifüße werden im Anschluss mit Platten oder Steinen beschwert, damit die Anlage bei Stürmen nicht verrutscht. Die Ausrichtung erfolgt je nach Verbrauchsverhalten flexibel nach Süd, Ost oder West und kann jederzeit angepasst werden.

Unsere Empfehlung sind auch hier die Anbieter von Yuma und Priwatt mit den Modulreihen Yuma Flat und priFlat.

Aufstell-Anlage

Ein priFlat Modul auf dem Rasen
Ein priFlat Modul auf dem Rasen

Bei den Aufstell-Anlagen handelt es sich im Grunde um dieselbe Art PV-Anlage wie die Variante für Flachdächer. Die Panele werden mit Metallstützen aufgeständert und die Füße zur Fixierung beschwert.

Bei Aufstell-Anlagen für den Garten bieten einige Anbieter jedoch auch spezielle Design-Varianten an, die optisch noch ansprechender sind und im Garten nicht stören. Diese Art Garten-Anlage eignet sich perfekt für die Aufstellung auf dem Rasen, im Beet oder auf der Terrasse.

Optionen ansehen: Yuma Flat oder priFlat

Fassaden-Anlage

Ein priWall Modul an einer Hausfassade montiert
Ein priWall Modul an einer Hausfassade montiert

Fassaden-Anlagen sind speziell für die Wandmontage konzipiert, also für die Anbringung an einer Fassade bzw. einer Hauswand. Diese Art PV-Anlage ist besonders dann sinnvoll, wenn Sie wenig Platz auf dem Boden oder dem Dach haben oder diese Flächen einfach nicht belegen möchten.

Die Halterung einer Fassaden-Anlage verfügt über ausziehbare Schienen, womit Sie den Winkel der Module individuell einstellen können. Die Module werden dabei meistens quer der Länge nach montiert.

Unsere Empfehlung: Yuma Front oder priFlat

Solarkoffer

Ein zusammenklappbarer Solarkoffer auf dem Rasen
Ein zusammenklappbarer Solarkoffer

Ein Solarkoffer ist die einfachste und flexibelste Möglichkeit der Stromerzeugung. Denn ein Solarkoffer wird einfach bei Bedarf aus- und wieder eingeklappt. Das hat zwei wichtige Vorteile:

Erstens kann man den Solarkoffer überallhin mitnehmen. Gerade beim Camping bieten sich Solartaschen an. Zweitens können Solartaschen mit der Sonne mitgedreht werden. Dadurch ist sichergestellt, dass die Solarzellen immer optimal zur Sonne ausgerichtet sind. 

Dennoch sind Solarkoffer unterm Strich nicht so leistungsintensiv wie feste Solaranlagen. 

Solarzaun

Ein großer Solarzaun im Garten
Ein großer Solarzaun im Garten

Bei einem Solarzaun schlagen Sie zwei Fliegen mit einer Klappe. Sie erzeugen nicht nur Strom von zwei Seiten, sondern schützen Ihren Privatbereich gleichzeitig vor neugierigen Blicken. Richten Sie Ihren Zaun nach Osten und Westen aus, können Sie sowohl von der Morgen- als auch der Abendsonne profitieren. 

Flexible Solarmodule

Ein flexibles PV-Modul
Ein flexibles PV-Modul

Wer keine geraden Flächen zur Verfügung hat, sollte sich einmal bei den flexiblen und semi-flexiblen Solaranlagen umgucken. Diese findet man mittlerweile in nahezu jedem Fachhandel. Flexible PV-Anlagen sind extra zur Anbringung an gewölbten Oberflächen, zum Aufhängen oder sogar zum Ausrollen konzipiert. 

Spezial-Solaranlagen für Pumpensysteme

Hierunter fallen in erster Linie Teichpumpen, Springbrunnen- und Bachlaufpumpen. All diese Pumpenarten können zu 100 % durch spezielle Solarstromlösungen versorgt werden. Weitere Informationen finden Sie bei Fachbetrieben sowie Ihren lokalen Elektroinstallateuren.

Spezial-Solaranlagen für Beleuchtungstechnik

Lichtquellen im Garten sind vielfältig. Moderne Solarleuchten zur Wandmontage, auf Gartenwegen, frei stehende Modelle oder auch Tischleuchten und Lichterketten verfügen oft über kleine Solarmodule. Diese speichern tagsüber die Sonnenenergie und setzen sie abends wieder frei.

Checkliste: Auf diese Dinge sollten Sie vor der Installation achten

Für alle Solaranlagen gelten grundsätzlich die gleichen Anforderungen – somit auch für PV-Anlagen im Garten.

Fläche: Je größer die Fläche, desto größer theoretisch der Ertrag. Für ein Kilowatt-Peak (kWp) Anlagenleistung werden ungefähr sechs bis acht Quadratmeter Oberfläche benötigt.

Ausrichtung: Nach Süden ausgerichtete Solarmodule liegen zwar optimal, doch auch nach Westen und Osten lassen sich ordentliche Ergebnisse erzielen. Wenn Ihr Stromverbrauch morgens oder abends am höchsten ist, können Sie Ihre Module entsprechend ausrichten.

Neigung: Im besten Fall sollten die Sonnenstrahlen senkrecht auf die Solarzelle auftreffen. Das lässt sich auf dem Dach mit einer Schräge von 30 bis 35 Grad realisieren. Auf dem Boden aufgestellte Module sollten lieber einen etwa 20 Grad Winkel aufweisen. Der Grund liegt darin, dass das Modul auf dem Boden durch Bäume und Gebäude nur dann Sonne abbekommt, wenn diese am höchsten steht.

Verschattung: Achten Sie darauf, dass keine Objekte Schatten auf die Module werfen. Hierzu können neben Gebäuden und Bäumen auch Büsche zählen.

Statik: Solarmodule verfügen über ein gewisses Eigengewicht. Prüfen Sie daher vorher, wie viel Belastung Ihr Dach aushalten kann, bevor Sie die Module anbringen.

Anmeldung und Registrierung

Ein Solarmodul für den Garten mit Warnzeichen und Anmeldungsicon

Mini-Solaranalgen sind so klein, dass in der Regel keine Baugenehmigung im Vorfeld einzuholen ist. Auch müssen Sie prinzipiell nicht Ihren Vermieter um Erlaubnis fragen. Um jedoch spätere Streitereien zu vermeiden, legen wir es Ihnen dennoch ans Herz.

FAQ - häufig gestellte Fragen

Welche Faktoren sollte ich bei der Planung einer PV-Anlage für den Garten berücksichtigen?

Die wichtigsten Faktoren bei der Planung einer PV-Anlage für den Garten sind:

  • Die Verfügbarkeit von Sonnenlicht und etwaige Schattenverhältnisse
  • Die verfügbaren Flachengröße und ggf. die Neigung des Daches
  • Ihr Energiebedarf und -verbrauch
  • Lokale Vorschriften und Genehmigungen
  • Ihr Budget
Wie groß sollte meine PV-Anlage sein?

Die geeignete Größe Ihrer PV-Anlage hängt von Ihrem Energiebedarf und der verfügbaren Fläche in Ihrem Garten ab.

Wenn Sie weniger Bürokratie und einen schnellen Anschluss wünschen, dann eignet sich eine kleinere Anlage mit maximaler Leistung (gedrosselt durch den Wechselrichter) von 600 Watt (in Kürze 800 Watt).

Wenn Sie jedoch die notwendige Fläche für 3–4 Module haben und mehr Leistung möchten, können Sie auch zu den größeren Anlagen greifen. Beachten Sie jedoch, dass die Anlage dann bisher noch durch einen Fachmann installiert sowie anschließend angemeldet und vom Netzbetreiber überprüft werden muss.

Kann ich mit einer PV-Anlage überschüssige Energie ins Netz einspeisen?

Wenn Sie mehr Strom produzieren als Sie in dem Moment verbrauchen, wird der Überschuss ins Netz eingespeist.

Beachten Sie jedoch, dass Sie bei den kleinen steckfertigen Anlagen (bisher noch max. 600 Watt) durch die vereinfachte Anmeldung keine Einspeisevergütung erhalten.

Wie lange dauert die Installation einer PV-Anlage im Garten?

Mini-PV-Anlagen werden direkt steckfertig geliefert. Das bedeutet, dass Sie in den meisten Fällen nur die Halterung verschrauben müssen und die Anlage mit der Steckdose verbinden müssen. Der gesamte Prozess dauert in der Regel nicht länger als 1–2 Stunden.

Fazit

Viele Deutsche verfügen über einen Garten. Hier bietet es sich in den allermeisten Fällen an, eine Solaranlage zu installieren. Diese versorgt nämlich nicht nur die Geräte im Garten, sondern auch Haushaltsgeräte und ggf. eine Wallbox.

Das ist nicht nur ein wichtiger Schritt für den Klimaschutz, sondern spart Ihnen auch bares Geld. Achten Sie jedoch darauf, die Anlage an Ihren tatsächlichen Verbrauch anzupassen. Überlegen Sie sich in diesem Zusammenhang, wann Sie wie viel Strom wofür benötigen.


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kontakt (at) energie-solar-erfahrungen.de

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